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Info zur Pflegeversicherung


Pflegeleistungsergänzungsgesetz

 

Pflegebedürftig sind Personen, die wegen einer Krankheit oder einer Behinderung für die gewöhnlichen und regelmäßig wiederkehrenden Verrichtungen im Ablauf des täglichen Lebens auf Dauer, voraussichtlich für mindestens 6 Monate, in erheblichen Maße der Hilfe bedürfen.

Die Hilfe besteht in der Unterstützung in vier Bereichen:

  • Körperpflege wie Waschen und Ankleiden

  • Ernährung
  • Mobilität, wie Aufstehen und Gehen

  • Hilfe bei Ausscheidungen, wie Toilettengang oder Einlagenwechsel

 

Pflegestufe 0




Personen mit erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz nach § 45 a SGB XI (mehrheitlich Demenz)

 

Pflegestufe I




mindestens 1x täglich 45 min pflegerische Tätigkeiten in zwei Bereichen

 

Pflegestufe II




mindestens 3 x täglich 120 min Hilfebedarf in zwei Bereichen

 

Pflegestufe III




rund um die Uhr , auch Nachts, mindestens 4Stunden regelmäßig Hilfebedarf bei Körperpflege, Ausscheidung, Nahrungsversorgung oder Mobilität

Pflegeleistungen
Pflegesachleistungen
durch ambulanten Pflegedienst
mit Demenz

0
231 €

468 €
689 €

1144 €
1298 €

1612 €
1612 €
Pflegegeldleistung
für selbst beschaffte Pflegehilfen
mit Demenz


0
123 €


244 €
316 €


458 €
545 €


728 €
728 €

Kombination von Geld- und Sachleistung

Der Pflegebedürftige kann die notwendigen Hilfen nach seinen Bedürfnissen kombinieren. An die Entscheidung ist er 6 Monate gebunden.

Tagespflege

Pflegegeld/Sachleistungen und Tagespflege können zusammen in Anspruch genommen werden, es gelten die Höchstgrenzen der Pflegesachleistungen

Kurzzeitpflege oder Verhinderung der Pflegeperson

Für Verhinderungspflege kann für die Dauer von bis zu 6 Wochen oder bis zu 1612 vollstationäre Pflege oder ein ambulanter Pflegedienst beauftragt werden. In Kombination mit Kurzzeitpflege bis 2418 €.

Für Kurzzeitpflege kann für die Dauer von bis zu 8 Wochen oder bis zu 1612 € vollstationäre Pflege in Anspruch genommen werden. In kombination mitr Verhinderungspflege bis 3224 €

Pflegehilfsmittel

Hilfsmittel müssen vom Arzt verordnet und von der Pflegekasse genehmigt werden, Hilfsmittel sind Bettschutzeinlagen, Pflegebett, Nachtstuhl, Badewannenlifter, Patientenlifter usw.

Zum Verbrauch bestimmte Hilfsmittel wie Einmalhandschuhe, Einmalunterlagen werden bis zu 40 € pro Monat ersetzt.

Wohnumfeldverbesserung

Zuschüsse für Wohnumfeldverbesserung gibt es bis zu 4000 €. Zum Beispiel:

Verbreiterung von Türen, Austausch von Badewanne in Dusche, Rampen, Haltegriffe

Beratungsbesuche

Wird die Pflege privat sichergestellt, werden bei Stufe I und II 2x jährlich, bei Stufe III 4x jährlich Beratungsbesuche durch einen ambulanten Pflegedienst erforderlich

Pflegepersonen

Die Pflegekasse leistet Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung, wenn die Pflegeperson nicht mehr als 30 Stunden erwerbstätig ist.

Pflegeleistungsergänzungsgesetz

Viele Pflegebedürftige leiden neben körperlichen Beeinträchtigungen auch an geistigen oder seelischen Krankheiten. Sie brauchen viel Zeit an Betreuung und Beaufsichtigung. Seit April 2002 gibt es weitergehende Leistungen, die die pflegenden Angehörigen entlasten.
Zusätzlich zum Pflegegeld bzw. Pflegesachleistung gibt es ab 01.07.2008 bis zu 2496 € jährlich für Betreuung und Beaufsichtigung. Die Leistungen werden auf Antrag gewährt.
Dieser Betrag ist zweckgebunden für Tages- oder Kurzzeitpflege, Betreuung durch Sozialstation oder anerkannte niedrigschwellige Betreuungsangebote z.B: Betreuungsnachmittag für an Demenz Erkrankte und gilt auch bei Pflegestufe 0.

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