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Katholische Sozialstation "Iller-Weihung"

Gemeinsam eine Lösung finden

...mit uns

Ich begegne dem Tod und finde keine Worte.

Musik und Poesie im Kloster Brandenburg.

 

Vielen von uns fällt es schwer, mit trauernden Menschen umzugehen. Sprachlosigkeit, Hilflosigkeit und ein Gefühl der Ohnmacht hindern uns oftmals daran, mit ihnen in Kontakt zu treten. Die Angst etwas falsch zu machen oder nicht die richtigen Worte zu finden hindern uns oft, unsere Anteilnahme zu zeigen oder ein Gespräch zu beginnen.

 In diesem Vortrags-Konzert gehen zwei Menschen diesen Fragen und Erfahrungen nach: Albert Rau ist Klinikseelsorger und erfahrener Trauerbegleiter. Er wird mit Geschichten und Gedichten in die Gedankenwelt der Trauer einführen. Elena Gevedon-Gordeeva ist Konzertpianistin, sie wird nicht nur das Dunkle und Schwere der Trauer, sondern auch ihre Lebendigkeit und Farbigkeit mithilfe ihrer Musik erschließen: Trauer sucht das neue Leben!

 In Zusammenarbeit mit der Hospizgruppe Iller-Weihung, der Theresia-Hecht-Stiftung und dem Kloster Brandenburg.

 Freitag 16. November   19.30 Uhr   Kloster Brandenburg/ Iller e.v./ Regglisweiler Am Schlossberg 3

Jubiläum 2018

Bericht Südwestpresse August 2018 40 Jahre Kath. Sozialstation "Iller-Weihung"

So lange wie möglich ein selbstbestimmtes Leben in den eigenen vier Wänden führen: Das wünschen sich viele Menschen. „Das gehört zur Lebensqualität“, betonte Bürgermeister Christopher Eh bei der Jubiläumsfeier der Sozialstation Iller-Weihung. Ein solches selbstbestimmtes Leben ermöglichen die Mitarbeiter der katholischen Sozialstation Pflegebedürftigen seit nunmehr 40 Jahren; durch die ambulante Pflege. Gefeiert wurde das Jubiläum am Sonntag in der Dietenheimer Stadthalle.

Mit einem Gottesdienst läutete Pfarrer Gerhard Bundschuh den Festtag ein. Der Geistliche führte anschließend die 180 Gäste auch durch das Programm. Dabei gab es von allen Seiten Lob für die Mitarbeiter. „Mich begeistert es immer wieder, mit welcher Hingabe, Liebe und Freude die täglichen Arbeiten trotz Zeitdruck erledigt werden. Und wie herzlich mit den Pflegebedürftigen umgegangen wird“, sagte der Dietenheimer Bürgermeister in seinem Grußwort. Wo Angehörige in der Pflege an ihre Grenzen gerieten, unterstützten die Mitarbeiter der Sozialstation. Für Christopher Eh steht fest: Die Sozialstation ist aus der Region Iller-Weihung nicht mehr wegzudenken.

Um die 300 Patienten kümmern sich 80 ausgebildete und 80 ehrenamtliche Pflegekräfte im rund 22 000 Einwohner starken Einzugsgebiet.Die Arbeit wird Geschäftsführer Bruno Rueß und seinem Team in einer älter werdenden Gesellschaft nicht ausgehen. Damit die Mitarbeiter auch weiterhin motiviert ans Werk gehen, gab es für die Festangestellten und Ehrenamtlichen neben Dankensworten auch ein kleines Geschenk: eine Arbeitstasche im typischen „Sozialstation-Rot“ und eine Tasse.

Es sei wichtig, dass sich Menschen für einen sozialen Beruf entscheiden, sind sich Rueß und Eh einig. Nach ihrer Schulzeit hat sich Brigitte Schenker genau dafür entschieden: Sie wurde Krankenschwester. 1979, ein Jahr nach der Gründung, trat sie als die erste Pflegedienstleiterin in die Sozialstation ein. Mit Menschen zu arbeiten sei ihre große Leidenschaft. „Die Belange der Mitarbeiter und der Patienten gleichermaßen zufriedenzustellen, war mir immer die liebste Herausforderung“, erinnert sich die Rentnerin an ihre Zeit bei der Sozialstation.

Die Mitarbeiter schätzen an ihrem Beruf aber nicht nur die Nähe zu den Patienten, sondern auch das Miteinander unter den Kollegen. „Es ist wichtig sich auszutauschen. In diesem Beruf erlebt man auch viel Leid“, unterstrich Thomas Motz, der stellvertretende Pflegedienstleiter. Deshalb finden regelmäßig Teamtreffen statt. „Wenn man über längere Zeit hinweg immer wieder zu den gleichen Patienten fährt, wird man quasi ein Teil der Familie und erlebt die Schicksalsschläge der Patienten ganz anders“, beschreibt Motz die Situation der Mitarbeiter.

Umso schöner sei es, dass die Sozialstation trotz der Tücken des Berufs und des Pflegeengpasses sechs neue Mitarbeiter habe gewinnen können. Die meisten sind in Teilzeit angestellt. In einer Vormittagsschicht können zwischen zehn und 15 Patienten besucht werden. Nachmittags sind es sogar zwischen 15 und 20 Personen. Die Sozialstation lebt aber nicht nur von den Festangestellten sondern auch von ehrenamtlichen Helfern. „Unsere Ehrenamtlichen machen zu Beginn ihrer Tätigkeit einen Pflegekurs und sind dann in verschiedenen Bereichen tätig“, verdeutlicht Bruno Rueß.

So war es auch bei Regine und Andrea aus Unterkirchberg. Rentnerin Regine hat rund 13 Jahre lang in der Nachbarschaftshilfe gearbeitet. „Man ist das Mädchen für alles“, fasst sie zusammen. Von Putzen über Spazieren bis hin zu Singen und Beten werde alles gemacht. Wichtig sei es vor allem, auf die Wünsche der Pflegebedürftigen einzugehen, wissen die beiden aus Erfahrung. „Manche brauchen einfach nur ein bisschen Gesellschaft und jemanden zum Reden“, erklärt Andrea, die auch noch aktiv in der Nachbarschaftshilfe mitarbeitet.

Auch in Zukunft werden ehrenamtlich Helfer wie die beiden gebraucht. Daher wünschte Dr. Ludwig Weigel aus Illerrieden, der über die Historie referierte, der Sozialstation ein kräftiges „vivat, crescat, florat“ – sie lebe, wachse und gedeihe.





Trauerwanderung am 08.09.2018 um 14:30 Uhr

Gehen ist für Menschen in Trauer eine Möglichkeit mit sich und Ihrer Trauer in Bewegung zu kommen. Während des Gehens, der Bewegung in der Natur, öffnen sich innerllich neue Wege.

Es sind Wege, auf denen man unterwegs zu sich selbst ist. Impulse regen während des Gehens immer wieder dazu an, bewusst den Weg der Trauer zu gehen.

Zum Abschluss kehren wir im St. Ida hasus ein und stärken uns.

Treffpununkt St. Ida Haus, St. Ida Straße1 in 89171 Illerkirchberg

Reine Gehzeit ca. 1 Stunde, die Wanderung findet bei jedem Wetter statt.

Begleitung durch Adelheid Bläsi, Pastoralreferentin der Seelsorgeeinheit Iller-Weihung

Pfarrer Andreas Wündisch, ev. Kirchengemeinde Illerkirchberg

Kontakt und Anmeldung erbeten bis 31.07.2018 bei Bettina Müller, Einsatzleitung Hospizgruppe Iller-Weihung 0174/2006689 oder info@hospizgruppe-iw.de





Letzte Hilfe Kurs 14.04.2018


Bericht SWP "Letzte Hilfe Kurs" 14.04.2018 

Ich war nicht allein, als meine Mutter damals starb“, erinnert sich Gertrud Reindl. Eine evangelische Seelsorgerin habe sie begleitet: „Sie vermittelte mir das Gefühl, dass Sterben zum Leben gehört“, sagt sie mit großer Dankbarkeit. Und genau das will die Erbacherin als nun selbst ehrenamtliche Sterbebegleiterin weitergeben.

„Wir hatten das Thema daheim immer ausgeklammert“, meint sie am Ende des von der Hospizgruppe Iller-Weihung initiierten Kurses „Letzte Hilfe“ im Kloster Brandenburg. Man könne nicht oft genug Impulse in Theorie und Praxis bekommen, vor allem von dieser Qualität, beschreibt sie ihre Motivation für die Teilnahme. Zdenka Gold, eigens aus Ottobeuren angereist, erklärt im Gespräch: Sie werde sich wieder neu mit dem Thema Tod beschäftigen. Nicht nur, was eine Patientenverfügung anbelange. Vieles sei ihr nicht bekannt gewesen. „Ich sollte das nicht aufschieben.“

Für die beiden Kursleiterinnen, Bettina Müller und Angelika Erath-Vogt, ist dieser Vormittag eine Premiere. Basiswissen über Sterben, Tod und Trauer steht im Mittelpunkt. Genauso aber möchten sie ermutigen, sich den Menschen am Lebensende und im Sterben zuzuwenden. „Oft spüren wir Überforderung und Unsicherheit in unserer täglichen Arbeit, wenn die aktuelle Situation da ist“, sagt Bettina Müller, die Koordinatorin und Einsatzleiterin der Hospizgruppe Iller-Weihung. Spreche man innerhalb der Familie über den Tod und das Sterben, nehme das auch Ängste und Hilflosigkeit. Kommuniziert werden sollten auch die Bedürfnisse in der letzten Lebensetappe, rät sie, damit darauf eingegangen werden könne. „Das gibt etwas Sicherheit und ist hilfreich, dass die Wünsche klar sind.“

Angelika Erath-Vogt, ehrenamtliche Hospizbegleiterin, erzählt aus der Praxis: Werde das Thema ausgeklammert, nehmen man sich auch etwas. Es sei schade, „wenn man meint, alles auf den letzten Drücker erledigen zu können.“ Beide Kursleiterinnen betonen: „Man kann viel tun in dieser letzten Phase.“ Dinge regeln, planen, klären, Bedürfnisse darstellen – all dies gehöre dazu. Die Hospizbegleiterinnen würden sich wünschen, „früher Entlastung zu bringen, nicht erst, wenn alle überfordert sind.“

Hinweis auf regionale Netzwerke

Das vierstündige Seminar soll helfen, „Ängste, die vielleicht da sind, abzubauen“, wie Angelika Erath-Vogt hofft. Vier Module sollen dem Rechnung tragen: Behandelt werden dabei unter anderem Fragen wie „Wann beginnt Sterben?“ Oder: „Wie gehen wir mit unserer eigenen Trauer um?“ Angesprochen werden jedoch ebenso ganz essentielle praktische Dinge wie „Essen und Trinken am Lebensende“, und, ganz wichtig, auch gute Mundpflege wollen Müller und Erath-Vogt zeigen. Vorgestellt werden zudem die regionalen Netzwerkpartner.

Ziel der Referentinnen ist es, zum Dialog anzuregen: „Die Leute sollen bei diesem Thema nicht zumachen“, sagt Bettina Müller. Der Kurs sei ein Schritt, um einen Prozess in Gang zu bringen. Die Inhalte könnten angesichts der kurzen Zeit freilich nur angerissen werden. Wichtig für die Vertreterinnen der Hospizgruppe Iller-Weihung: „Wir möchten Ansprechpartner sein, denn das gehört zur Hospizarbeit.“ Nicht unerwähnt lassen sie, dass auf ihrer Wunschliste auch immer neue ehrenamtliche Mitarbeiter stünden.

Am Ende des Seminars gibt es nur positive Stimmen. Eine der 27 Teilnehmer ist Nicola Hinterkircher, deren Vater erst im Januar an Krebs gestorben ist. „Ich habe im Kurs alle Antworten gefunden“, resümiert die Vöhringerin. Unter anderem habe sie sich die Frage gestellt, ob sie ihn gut in den Tod begleitet habe. „Ich bin erleichtert“, sagt sie. Gertrud Reindl würde sich wünschen, dass der Hospizgedanke noch mehr ins Interesse der Bevölkerung käme. Und ihre Freundin Anne Braun, die sich ebenfalls in der Hospizgruppe Donau-Schmiechtal engagiert, findet: „Es ist auch eine große Bereicherung, wenn man jemanden begleitet auf seinem letzten Lebensweg.“

Schließlich freuen sich Müller und Erath-Vogt noch über eine gute Nachricht: Eine Kursbesucherin hat sich als ehrenamtliche Hospizbegleiterin angemeldet.

Ausgebildete Hospizbegleiter

Ehrenamt Die Hospizgruppe Iller-Weihung hat 26 ehrenamtlich tätige und ausgebildete Hospizbegleiter, darunter drei Männer. Am 14. Juli und am 20. Oktober sind zwei weitere „Letzte Hilfe“-Kurse geplant.

 

Einander beistehen am Ende des Lebens

Das Sterben eines nahestehenden Menschen macht uns als Mitmenschen oft hilflos. Früher selbstverständliches Wissen zur Sterbebegleitung ist schleichend verloren gegangen und damit auch das Zutrauen, als Mensch und als Gesellschaft Sterbenden beistehen zu können.

Sterbebegleitung ist auch in Familie und Nachbarschaft möglich und nötig: Denn die meisten Menschen möchten zuhause sterben, begleitet von vertrauten Menschen.

Im “Letzte Hilfe Kurs“ lernen Interessierte Bürgerinnen und Bürger, was sie für die ihnen Nahestehenden am Ende des Lebens tun können.

Wir vermitteln Basiswissen zu den Themen Sterben, Tod und Trauer und möchten ermutigen, sich den Menschen am Ende des Lebens und im Sterben zuzuwenden

Kursleitung: Bettina Müller,  Einsatzleitung Hospizgruppe Iller-Weihung

                    Angelika Erath-Vogt,  ehrenamtliche Hospizbegleiterin

Ort: Kloster Brandenburg Iller e.V. 14. April, 14, Juli u. 20. Oktober 2018

Kosten: 10 €,  Anmeldung unter Tel. 07347-955-0 Kloster Brandenburg 
                        

Zeitlicher Umfang: ca. 4 Std mit Pause, 9.00 – 13.00 Uhr

Modul 1:  Sterben gehört zum Leben

  • Wann beginnt Sterben
  • Was passiert beim Sterben
  • Woran erkenne ich, dass jemand stirbt

Modul 2:  Vorsorgen und entscheiden

  • Wie kann ich die Behandlung am Ende beeinflussen und im Voraus entscheiden?
  • Wer kann mich vertreten
  • Medizinische und ethische Entscheidungen

Modul 3:   Leiden lindern

  • Körperliche Beschwerden und Symptome und ihre Linderung
  • Psychische, soziale und spirituelle Nöte und wie ich damit umgehen kann
  • Essen und Trinken am Lebensende

Modul 4:     Abschied nehmen vom Leben

  • Abschied und Rituale
  • Wie gehen wir mit unserer eigenen Trauer um?